Mit kleinen Ritualen zu mehr Pausen-Leichtigkeit
Ob wir uns Pausen gönnen – oder sie immer wieder übergehen – hat viel mit unseren Gewohnheiten zu tun.
Unser Gehirn liebt Routinen. Sie sparen Energie und geben Struktur. Aber nicht alles, was sich eingeschlichen hat, tut uns gut. Manche Automatismen führen eher zur Erschöpfung als zur Entlastung.
Kleine Schritte statt große Umbrüche
Wenn du dir mehr Erholung oder bewusste Pausen wünschst, beginnt das nicht mit einem großen Vorsatz. Es beginnt mit einer kleinen Beobachtung.
Wann fühlst du dich wohl? Welche kurzen Pausen tun dir gut? Wie könntest du eine davon öfter unterbringen?
Nach und nach entsteht daraus etwas Eigenes – ein Rhythmus, der zu dir passt.
In der Natur: 3-2-1 Achtsamkeit
Diese Übung bringt dich in wenigen Minuten ins Jetzt – besonders gut in der Natur.
Schlendere einen Weg entlang und achte bewusst auf deine Sinne.
Drei Dinge – Sehen, Hören, Fühlen. Zum Beispiel: Fichte, Bach, Felsen. Plätschern, Vogelstimmen, Schritte. Wind, Hände, Boden.
Dann zwei Dinge aus jedem Bereich. Dann eines – ein einziges Naturphänomen, dem du dich mit allen Sinnen widmest.
Diese Übung holt dich aus dem Grübeln heraus. Ganz von selbst.
Im Journal: Schreiben mit den Sinnen
Wähle einen Sinn – sehen, hören, riechen, fühlen oder schmecken. Beobachte bewusst, was du wahrnimmst. Welche Details fallen dir auf? Was löst das in dir aus?
Beim Schmecken darf es auch mal ein Stück Schokolade sein.
Notiere alles, was auftaucht. Kein Richtig, kein Falsch. Nur Wahrnehmen.
Kreativ: Rituale
Rituale müssen nicht groß sein. Der erste Kaffee am Morgen ist eines. Das Licht, das du abends abdimmst, auch.
Erstelle ein kleines Ritual-Tagebuch – eine Seite pro Tag für eine Woche. Jeden Tag eine kleine Handlung, die dir gutgetan hat. Einen ruhigen Moment. Ein Symbol oder Wort für den Tag.
Gestalte jede Seite so, wie es sich anfühlt – mit Farben, Skizzen, Formen.
Am Ende der Woche: Was kehrt wieder? Was nährt dich? Was möchtest du fortsetzen?
Oder gestalte statt eines Tagebuchs eine Wochen-Collage – mit Fundstücken, Zeitungsausschnitten, Naturmaterialien, Worten. Alles erlaubt.
In dieser Blogserie lade ich dich ein, deine Pausen neu zu entdecken. Nicht als Lücke im Kalender – als lebendigen Teil deines Alltags.
"Wer schuftet wie ein Pferd, fleißig ist wie eine Biene und abends müde wie ein Hund ist, sollte mal zum Tierarzt gehen. Vielleicht ist er ein Kamel?"
-Unbekannt-
Wegzeichen - Post von mir
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